Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Charakteristisch ist ein kontinuierlicher Verlust von Nervenfasern. Als Folge entstehen zunächst Gesichtsfeldausfälle, welche unbehandelt weiter fortschreiten und im Extremfall zu einer Erblindung des Auges führen kann.
[Video: Grüner Star - Glaukom]
Der wichtigste Risikofaktor ist ein zu hoher Augeninnendruck. Aber auch eine familiäre Veranlagung, höheres Lebensalter, hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit, schwankender Blutdruck und generelle Durchblutungsstörungen sind als Risikofaktoren anzusehen.
[Video: Glaukom Fälle]
Besonders bei Vorliegen von einem oder mehreren Risikofaktoren sollten regelmäßige Glaukomfrüherkennungsuntersuchungen durchgeführt werden. Diese bestehen vor allem in der Messung des Augeninnendruckes und der Beurteilung des Sehnervenkopfes sowie ggf. einer Gesichtsfelduntersuchung. Bei Vorliegen eines Glaukomverdachtes sind weitere Untersuchungen empfehlenswert, wie z. B. eine Hornhautdickenmessung, eine Vermessung des Sehnervenkopfes und ggf. ein Tagesdruckprofil.
Beim Glaukom werden zwei Haupterscheinungsformen von einander unterschieden:
- Offenwinkelglaukom :
Das ist die häufigste Form des Grünen Stars. Der Druck im Augeninneren erhöht sich über Jahre hinweg langsam und der Betroffene verspürt in der Regel keine Beschwerden.
[Video: Offenwinkelglaukom] - Engwinkelglaukom:
Das Engwinkelglaukom entsteht durch eine Abflussstörung des Kammerwassers als Folge einer Engstellung zwischen Regenbogenhaut und Hornhaut. Dabei kann es auch zu einem akuten Glaukomanfall kommen, der zu einer drastischen Druckerhöhung mit starken Schmerzen führt.
[Video: Engwinkelglaukom]
Die Therapie des Glaukoms ist abhängig vom individuellen Befund und wird in drei Kategorien eingeteilt:
- Medikamentös
- Lasertherapie
- Operative Verfahren